Die Bodenschätze der Ajoie, einem Bezirk des Kantons Jura, bergen Spuren von zwei wichtigen Perioden der Erdgeschichte. Das Erdmittelalter, oder Mesozoikum, ist durch seine Dinosaurierspuren aus dem Jurazeitalter erkennbar. Das Quartär, oder Eiszeitalter, hat Dolinen hinterlassen, die die Überreste von grossen Säugetieren, wie den Mammuts, enthalten.
Die Ajoie ist eine kleine Region im Tafeljura, im heutigen Kanton Jura und liegt an der Grenze zu Frankreich. Sie ist nicht nur für ihre Wandermöglichkeiten und die „Metzgete“ des Sankt-Martinfests bekannt, sondern auch für ihr archäologisches und paläontologisches Kulturgut.
Die im Rahmen der Ausgrabungen entlang der zukünftigen Autobahn A16 zu Tage geförderten Funde sind zwar nicht ausschliesslich auf der Hochebene von Courtedoux (Region Courtedoux/Chevenez) zu finden, sie verleihen dieser jedoch eine besondere Bedeutung für die wissenschaftliche Gemeinschaft.
Die Entdeckung von mehreren Kalkschichten, die Saurierspuren aus dem Zeitalter des Jura (-150 Millionen Jahre) enthalten, ist sowohl aufgrund der Fülle an Spuren, deren Vielfältigkeit und der Oberflächenstrukturen aussergewöhnlich. Die Marnes du Banné mit ihren Wirbellosen (Muscheln und Schnecken) und die Marnes à virgula mit Krokodilen und Schildkröten ergänzen den Reichtum des jurassischen Untergrunds. Die zahlreichen Dolinen, die wir heute auf der Hochebene finden, geben uns eine genaue Vorstellung der quartären Landschaften und Fauna in der Ajoie (-30'000 Jahre).


