Der auf beiden Seiten der schweizerisch-französischen Grenze gelegene Jurabogen ist sowohl geografische als auch administrative und politische Einheit und durch seine Landschaftsentwicklung fest in der Geschichte der Erde verankert. Er bietet uns einen Einblick in 210 Millionen Jahre Entwicklung des Lebens, von der Herrschaft der Reptilien bis zur Herrschaft der Säugetiere.
Der Jurabogen birgt die Zeugnisse der Entwicklung unseres Planeten: Entstehung, Verschwinden, Klimawandel und Landschaftsveränderungen. Verschiedene geologische Zeiträume haben das Gebiet des Kantons Jura besonders geprägt.
Im Erdmittelalter (-150 Millionen Jahre) war das Gebiet von einem warmen und nicht sehr tiefen Meer (Schildkröten, Ammoniten, Seeigel) bedeckt, mit einigen seltenen Verlandungsphasen (Dinosaurierspuren).
Im Tertiär (-30 Millionen Jahre) wechselten sich marine und kontinentale Bedingungen ab (Urnashörner und –pferde) und der Einfluss der Faltenbildung des Jura war immer stärker zu spüren.
Mit dem bedeutend kälteren Klima des Quartär (-30'000 Jahre) schritt die Vergletscherung bis an den Südrand des Jura vor. Mammuts und Polarfüchse lebten in Steppen. Die Landschaft wurde vom Schmelzwasser ausgespült und es entstanden zahlreiche Reliefs und Karstlandschaften (Grotten, Dolinen).


